2022

INGEBORG BACHMANN – VON DER ZERSTÖRUNG DES WEIBLICHEN ICHS

Ingeborg Bachmanns Roman «Malina» (1971) ist ein Schlüsselwerk der literarischen Moderne. Das Buch schildert in hellsichtigen Sätzen den Untergang der Ich-Erzählerin mitten im Heute.


Zum 100. Geburtstag der Dichterin Ingeborg Bachmann (1926–1973) soll der Roman «Malina», ihr umstrittenstes Werk, in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden.
Malina, die titelgebende Figur, ist ein Mann, der mit der Ich-Erzählerin zusammenlebt. Sie schätzt an ihm das Männlich-Rationale. Ihre Liebessehnsucht gilt aber dem Ungarn Ivan. Und ein «dritter Mann» ist im Spiel: der Vater. In Traumfetzen wird das weibliche Ich von ihm auf panische Weise verfolgt. Schauplatz ist Wien, mit dessen faschistischer Vergangenheit der Roman, erschienen 1971, radikal abrechnet.


«Malina» hat bei seinem Erscheinen die Kritik gespalten. Wie liest sich der Roman heute? Bei der Analyse wird auch der Briefwechsel von Ingeborg Bachmann mit Max Frisch («Wir haben es nicht gut gemacht», 2022) miteinbezogen.


Regina Dieterle, Dr. phil., Germanistin und freie Autorin, Zürich

Kursleitung

Regina Dieterle

Standort

Kantonsschule Büelrain
Rosenstrasse 1a
8400 Winterthur
B 102 / Neubau

Veranstaltungen

Do 26.11.2026 19:30 – 21:15

Preis

Standard CHF 30.00
Mitglied CHF 27.00
Studenten CHF 15.00
Kulturlegi CHF 15.00
Gründungsmitglieder CHF 0.00



Zurück