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HEIMWEH IN DER LITERATUR DER RÄTOROMANEN

«Heimweh-Bündner» – dieser abgedroschene Begriff wird häufig bemüht, manchmal ernster, manchmal ironischer. Was steckt dahinter?
Wir lesen Texte von Johanna Spyri bis Leta Semadeni.
«Dutsch ed amar»: bitter-süss. Der Begriff «Schweizerheimweh» entstand im 17. Jahrhundert aus einem medizinischen Diskurs. Im 18. Jahrhundert wurde er in der Literatur wirksam, und im Verlauf des 19. Jahrhunderts entstand dann der Topos des «Bündnerheimwehs». Wie kam es dazu?
Anhand von bündnerromanischen Gedichten aus verschiedenen Epochen wollen wir in dieser Vorlesung nachvollziehen, wie die Vorstellung der besonders heimwehleidigen Bündner und Rätoromanen entstanden ist. Und wie er in der Literatur verarbeitet und weiterentwickelt wurde.
Das Panorama wird abgerundet durch einen Blick in die reale Welt der Erfahrungen und Gegebenheiten, die womöglich hinter der häufigen Auswanderung und dem vielen Heimweh in dieser Literaturtradition stehen.
Rico Valär, Professor für rätoromanische Literatur und Kultur, Universität Zürich
Kursleitung

Rico Valär

Standort

Kantonsschule Büelrain
Rosenstrasse 1
8400 Winterthur
B 102 / Neubau

Veranstaltungen

Mi 09.12.2020 19:30 – 21:15

Preis

Standard CHF 30.00
Mitglied CHF 27.00
Studenten CHF 15.00
Kulturlegi CHF 15.00
Gründungsmitglieder CHF 0.00



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