1718-1115 – Der Mensch „selbst“ – und was er hat


Der Mensch „selbst“ – und was er hat

Das „Selbst“ und das „Haben“: Das sind zwei speziell interessante Wörtchen – alltägliche Wörtchen, die „es“ mächtig in sich haben. Wo liegt die Grenze zwischen dem Menschen „selbst“ – dem, was er zuinnerst ist – und seinem mancherlei Drum und Dran – dem, was er hat? Im 5. und 4. Jahrhundert haben Sokrates und Platon diese Grenze zwischen dem Innersten und dem Äusseren mit dem griechischen Wort autós, „selbst“, markiert. Unsere Grenzbegehung beginnt mit Anekdotischem wie dem geflügelten „Omnia mecum porto mea“, betrachtet die „Apologie des Sokrates“, deutet dann hinüber auf das Jesuswort „Was kann es dem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewönne …“ und führt schliesslich zu Senecas engagierter, ja flammender Bildungskritik und zuletzt zu einem wenig bekannten Platonischen Inkognito in Olympia und zu einem „sprechenden Stein“ in Rom. Moderne Schlagwörter wie Selbstfindung und Selbstkompetenz, Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung zeugen von der Aktualität dieser antiken Besinnung auf das „Selbst“ des Menschen.

Kursleitung

Klaus Bartels

Standort

ZHAW, Technikum Hauptgebäude, Technikumstrasse
8400 Winterthur
Zimmer 344

Veranstaltungen

Fr 27.10.2017 19:30 – 21:15

Preis

Standard CHF 30.00
Mitglied CHF 27.00
Studenten CHF 15.00
Kulturlegi CHF 15.00
Gründungsmitglieder CHF 0.00

 



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